Wohlstand führen. Zürich: Orell Füssli, 2005. 198 Seiten mit Literaturverzeichnis. Kartoniert (Klappenbroschur).
Wohlstand führen. Zürich: Orell Füssli, 2005. 198 Seiten mit Literaturverzeichnis. Kartoniert (Klappenbroschur).
Der Text lässt sich als eine kritische, nüchterne Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Reformdiskurs lesen, der unter dem Signet der Marktlogik und der Reduktion des Staates auf seine vermeintlich effizienten Funktionen fur Situation und Zukunft zu polarisieren scheint. Der Autor oder die Autorin diagnostiziert eine Idee von Wohlstand, die sich an Wettbewerbsfähigkeit und Deregulierung klammert, doch die Formulierung verrät zugleich Skepsis gegenüber einer Reduktion des Gemeinwesens auf ökonomische Messgrössen. Der Diskurs wird von einem behutsamen Zweifel getragen, der die Versprechungen von mehr Wettbewerb gegen die Komplexität sozialer Strukturen abwägt. Dabei tritt die Haltung in den Vordergrund, dass ökonomische Paradigmen allein nicht ausreichen, um den Lebenszuschnitt von Individuen, Gemeinschaften und Institutionen adäquat zu erfassen. Der Text entfaltet damit eine feine Ironie gegenüber der Gratwanderung zwischen Effizienzsteigerung und sozialer Gerechtigkeit. Sprachlich zeigt sich der Autor oder die Autorin als Zelebrierer präziser, analytischer Sätze, die Versuchungen logischer Kurzschlüsse entlarven, ohne in polemische Schärfe zu verfallen. Die Argumentation bewegt sich auf einem Terrain, das sowohl die Verlockungen des Wettbewerbs als auch die Befunde politischen Versagens in einen gemeinsamen Diskurs stellt. Die These, dass mehr Wettbewerb nicht automatisch zu einer Verbesserung öffentlicher Güter führt, wird behutsam durch Beispiele, historische Analogien und eine reflexive Haltung gegenüber Reformen belegt. Insgesamt könnte man das Buch als eine nüchterne Bestandsaufnahme verstehen: Es fragt nach den Grenzen der neoliberalen Versprechen und skizziert eine Perspektive, in der gründliche Reformen, die Staat und Markt nicht gegeneinander ausspielen, sondern ihre jeweiligen Stärken in den Blick nehmen, notwendige Bedingungen für einen nachhaltigeren Wohlstand formuliert. Die Lektüre bleibt damit exemplarisch für eine kritische Auseinandersetzung mit Reformpolitik, die weder in pauschale Lamentationen noch in unreflektierte Jubelstürme verfällt, sondern eine differenzierte Sicht auf soziale Effekte von Wirtschaftsordnungen anbietet.

Wohlstand führen. Zürich: Orell Füssli, 2005. 198 Seiten mit Literaturverzeichnis. Kartoniert (Klappenbroschur).
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3280051339 - Philipp Löpfe, Werner Vontobel: Der Irrsinn der Reformen: Warum mehr Wettbewerb und weniger Staat nicht zu Wohlstand führen
Philipp Löpfe, Werner Vontobel

Der Irrsinn der Reformen: Warum mehr Wettbewerb und weniger Staat nicht zu Wohlstand führen

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Der Irrsinn der Reformen (2005)

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Philipp Löpfe, Werner Vontobel

Der Irrsinn der Reformen: Warum mehr Wettbewerb und weniger Staat nicht zu Wohlstand führen (2005)

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