Die Frauen Algier. Aus dem Französischen Originaltitel: Femmes d'Alger dans leur
appartement. - (=Unionsverlag Taschenbuch, U 147).
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9783293201477 - Djebar, Assia: Die Frauen von Algier. Aus dem Französischen von Alexandra von Reinhardt. Originaltitel: Femmes d'Alger dans leur appartement. - (=Unionsverlag Taschenbuch, U 147).
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Die Frauen von Algier. Aus dem Französischen von Alexandra von Reinhardt. Originaltitel: Femmes d'Alger dans leur appartement. - (=Unionsverlag Taschenbuch, U 147). (1999)search

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187 Seiten. 19 cm. Sehr guter Zustand. Nach dem Besuch in einem Harem malt Delacroix 1832 sein Meisterwerk »Frauen von Algier in ihrem Gemach«, das einen Blick in eine verbotene Welt wirft. 1955, zu Beginn des Algerienkriegs, malt Picasso die Frauen von Algier auf seine Weise: als »Feuerträgerinnen« des Widerstands. Assia Djebar greift das Thema wieder auf und fixiert Bilder im Alltag von Frauen, die in einer Ära des Umbruchs an den starren Traditionen zu zweifeln beginnen. »Sie bricht alle Tabus und überschreitet die Grenzen, wenn sie die Erinnerung und den verborgenen Körper der Frau ans Licht bringt«, schrieb die algerische Presse nach dem Erscheinen dieses Buches. "Die Erzählungen hauchen Delacroix' entrückten, rätselhaften und vor allem stummen Frauengestalten Leben ein, sie setzen dem exotischen Blick des Fremden auf den femininen Teil des Orients eine weibliche und algerische Perspektive entgegen." Berliner Zeitung. - Assia Djebar (bürgerlich Fatima-Zohra Imalayène; * 30. Juni 1936 in Cherchell bei Algier) ist eine in französischer Sprache schreibende algerische Schriftstellerin, Regisseurin, Historikerin und Hochschullehrerin. Sie gilt als eine der renommiertesten Autorinnen aus dem Maghreb. Ihre Werke sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt worden. . Werk: Schon mit 21 Jahren wurde sie 1957 mit ihrem ersten Roman La Soif in Frankreich berühmt. Sie beschreibt darin den Emanzipationsversuch einer jungen arabischen Frau in Algerien, kurz vor dem Unabhängigkeitskampf. Auch ihr zweites Buch befasst sich mit dem Streben nach Freiheit, dem Aufbegehren gegen die Grenzen der patriarchalischen Tradition. In den beiden folgenden Werken verknüpft sie Schicksale von Frauen, die im Schatten stehen, mit der algerisch - französischen Geschichte. Die frühen Romane weisen eine kontinuierliche Erzählstruktur auf. Die Gefühle und Wünsche eines Teils von (vorwiegend intellektuellen) arabischen Frauen, die sich nicht selbst äussern konnten, werden thematisiert. Von Kritikern sah sich Assia Djebar mit dem Vorwurf konfrontiert, sie stelle die Geschlechterfrage in den Mittelpunkt ihrer Romane, anstatt sich vornehmlich mit dem Freiheitskampf des algerischen Volkes zu beschäftigen. Ausserdem schreibe sie in der Sprache des Feindes. Djebar setzte sich daraufhin intensiv mit der Sprache ihrer Literatur auseinander, die sie einerseits ansah als Medium der Kolonialisten, andererseits aber als Instrument zum Transport freiheitlicher, emanzipatorischer Ideen einer arabischen intellektuellen Frau. Sie legte eine literarische Schaffenspause ein. Anfang der 70er Jahre studierte sie klassisches Arabisch. Ihre Dokumentarfilme in arabischer Sprache bezogen sich auf die Lebenswirklichkeit in Algerien. Hier lag ihr Schwerpunkt bei der Darstellung der Äusserungen vergessener algerischer Frauen, zum Teil mit berberischem Hintergrund. Seit den 1980er Jahren publiziert Djebar erneut in französischer Sprache, benutzt jedoch häufig arabische oder berberische Wendungen. Auch ihr Rhythmus erinnert an das Arabische und Berberische. Sie ist sich des Problems bewusst, Gedanken und Gefühle beispielsweise von berberischen Frauen, die in einem Kontext ohne Schriftsprache stehen, über das Arabische ins Französische zu transportieren und dabei Unschärfen hinnehmen zu müssen. Djebar, die mit ihren neuen Romanen weltweit bekannt geworden ist, wendet nun verfeinerte, partiell postmoderne Stilmittel an. Die stringente Erzählweise weicht einem gebrochenen fluiden bilderreichen Sprachduktus. Stimmen unterschiedlicher Protagonistinnen werden mit historischen Diskursen der Kolonialgeschichte und des Befreiungskampfes verknüpft. Auf diese Weise soll die erzwungene bleierne Stummheit der algerischen Frauen aufgehoben und das Schweigen über die Verbrechen des Kolonialsystems gebrochen werden. Die zahlreichen kulturellen und historischen Anspielungen, Quellen und Eigennamen, teilweise im Original in arabischer oder berberischer Sprache, sind für westliche Rezipienten nicht ohne weiteres ve.
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9783293201477 - Djebar, Assia: Die Frauen von Algier. Aus dem Französischen von Alexandra von Reinhardt. Originaltitel: Femmes d'Alger dans leur appartement. - (=Unionsverlag Taschenbuch, U 147).
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187 Seiten. 19 cm. Taschenbuch. Kartoniert. Sehr guter Zustand. Nach dem Besuch in einem Harem malt Delacroix 1832 sein Meisterwerk Frauen von Algier in ihrem Gemach, das einen Blick in eine verbotene Welt wirft. 1955, zu Beginn des Algerienkriegs, malt Picasso die Frauen von Algier auf seine Weise: als Feuerträgerinnen des Widerstands. Assia Djebar greift das Thema wieder auf und fixiert Bilder im Alltag von Frauen, die in einer Ära des Umbruchs an den starren Traditionen zu zweifeln beginnen. Sie bricht alle Tabus und überschreitet die Grenzen, wenn sie die Erinnerung und den verborgenen Körper der Frau ans Licht bringt, schrieb die algerische Presse nach dem Erscheinen dieses Buches. "Die Erzählungen hauchen Delacroix' entrückten, rätselhaften und vor allem stummen Frauengestalten Leben ein, sie setzen dem exotischen Blick des Fremden auf den femininen Teil des Orients eine weibliche und algerische Perspektive entgegen." Berliner Zeitung. - Assia Djebar (bürgerlich Fatima-Zohra Imalayène * 30. Juni 1936 in Cherchell bei Algier) ist eine in französischer Sprache schreibende algerische Schriftstellerin, Regisseurin, Historikerin und Hochschullehrerin. Sie gilt als eine der renommiertesten Autorinnen aus dem Maghreb. Ihre Werke sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt worden. ... Werk: Schon mit 21 Jahren wurde sie 1957 mit ihrem ersten Roman La Soif in Frankreich berühmt. Sie beschreibt darin den Emanzipationsversuch einer jungen arabischen Frau in Algerien, kurz vor dem Unabhängigkeitskampf. Auch ihr zweites Buch befasst sich mit dem Streben nach Freiheit, dem Aufbegehren gegen die Grenzen der patriarchalischen Tradition. In den beiden folgenden Werken verknüpft sie Schicksale von Frauen, die im Schatten stehen, mit der algerisch - französischen Geschichte. Die frühen Romane weisen eine kontinuierliche Erzählstruktur auf. Die Gefühle und Wünsche eines Teils von (vorwiegend intellektuellen) arabischen Frauen, die sich nicht selbst äussern konnten, werden thematisiert. Von Kritikern sah sich Assia Djebar mit dem Vorwurf konfrontiert, sie stelle die Geschlechterfrage in den Mittelpunkt ihrer Romane, anstatt sich vornehmlich mit dem Freiheitskampf des algerischen Volkes zu beschäftigen. Ausserdem schreibe sie in der Sprache des Feindes. Djebar setzte sich daraufhin intensiv mit der Sprache ihrer Literatur auseinander, die sie einerseits ansah als Medium der Kolonialisten, andererseits aber als Instrument zum Transport freiheitlicher, emanzipatorischer Ideen einer arabischen intellektuellen Frau. Sie legte eine literarische Schaffenspause ein. Anfang der 70er Jahre studierte sie klassisches Arabisch. Ihre Dokumentarfilme in arabischer Sprache bezogen sich auf die Lebenswirklichkeit in Algerien. Hier lag ihr Schwerpunkt bei der Darstellung der Äusserungen vergessener algerischer Frauen, zum Teil mit berberischem Hintergrund. Seit den 1980er Jahren publiziert Djebar erneut in französischer Sprache, benutzt jedoch häufig arabische oder berberische Wendungen. Auch ihr Rhythmus erinnert an das Arabische und Berberische. Sie ist sich des Problems bewusst, Gedanken und Gefühle beispielsweise von berberischen Frauen, die in einem Kontext ohne Schriftsprache stehen, über das Arabische ins Französische zu transportieren und dabei Unschärfen hinnehmen zu müssen. Djebar, die mit ihren neuen Romanen weltweit bekannt geworden ist, wendet nun verfeinerte, partiell postmoderne Stilmittel an. Die stringente Erzählweise weicht einem gebrochenen fluiden bilderreichen Sprachduktus. Stimmen unterschiedlicher Protagonistinnen werden mit historischen Diskursen der Kolonialgeschichte und des Befreiungskampfes verknüpft. Auf diese Weise soll die erzwungene bleierne Stummheit der algerischen Frauen aufgehoben und das Schweigen über die Verbrechen des Kolonialsystems gebrochen werden. Die zahlreichen kulturellen und historischen Anspielungen, Quellen und Eigennamen, teilweise im Original in arabischer oder berberischer Sprache, sind für westliche Rezipienten nicht ohne weiteres verständlich, sodass ihren Büchern häufig ein Glossar angefügt ist. Hinzu kommt die besondere Problematik, ihre Werke durch Übersetzung in einer weiteren, der vierten, Sprache zugänglich zu machen. Auch heute noch ist Assia Djebar als Autorin und intellektuelle Frau im nicht definierten Raum zwischen arabischer und westlicher Kultur umstritten. Auf der einen Seite ist sie eine renommierte, vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, die Leser im westlichen Kulturkreis und auch eine Minderheit in den arabischen Ländern, für die ihre Bücher erreichbar sind, mit ihren Werken berührt. Andererseits wird kritisiert, sie ordne sich westlichen Wert- und Kulturstandards unter, lehne bewährte Traditionen ab und diskreditiere damit ihre Herkunft. Die Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels wurde unter anderem mit den Worten begründet: Sie hat in ihrem Werk ein Zeichen der Hoffnung gesetzt für die demokratische Erneuerung Algeriens, für den inneren Frieden in ihrer Heimat und für die Verständigung zwischen den Kulturen. Den vielfältigen Wurzeln ihrer Kultur verpflichtet, hat Assia Djebar einen wichtigen Beitrag zu einem neuen Selbstbewusstsein der Frauen in der arabischen Welt geleistet. Assia Djebar widmete ihre Dankesrede unter dem Titel: Sprache des Exils Sprache der Unbeugsamkeit -, drei in Algerien ermordeten Schriftstellern. ... Aus wikipedia-Assia_Djebar, 1999. 190g, Erste Auflage dieser Ausgabe. Internationaler Versand, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten).
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